Frühlingskräuter

Die Energie des Frühlings und die wärmende Sonne treiben die Natur an.

Besonders die frühen Wildkräuter vitalisieren uns in besonderer Weise und schmecken zudem hervorragend. Jetzt sollte man hinaus auf die Wiesen, Wege und Äcker, um nach heimischen Kräutern zu suchen. Abwechslung zum alltäglichen Kräuterallerlei ist das Motto. Köstliches entdecken, das so nahe an unserem Zuhause wächst.

KRÄUTERDOKTOR

Auch wir Menschen spüren die Kraft des Frühlings. Damit wir unsere Zellen wieder erfrischen und erneuern können, helfen uns die vielen grünen Kräuter, die schon bald nach der Schneeschmelze auf unseren Wiesen zu finden sind. Sie enthalten sehr viele Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und vor allem Chlorophyll, erläutert Anita Eckerstorfer, unsere Kräuterexpertin. Dieser Mix hilft, Giftstoffe auszuscheiden und neues Blut zu bilden. Dadurch fühlen wir uns frischer und gesünder. Beim Sammeln achten Sie darauf, dass Sie nur jene Kräuter pflücken, die Sie sicher erkennen. Nehmen Sie am besten an einer Kräuterwanderung teil und kaufen Sie sich ein Kräuterbuch, rät Anita Eckerstorfer.

KRÄUTERKÜCHE

Frisch zubereitet in Form von Salaten, Pesto oder gekocht in Suppen bereichern Kräuter unseren Speiseplan. Auch immer mehr Restaurants finden Gefallen an wild wachsenden Kräutern. Die aromatischen Kräuter lassen sich auch mit Neuburger hervorragend kombinieren.

KRÄUTERSAMMLUNG

VOGELMIERE

Bekannt auch unter dem Namen Hühnermiere oder Hühnerdarm. Man findet sie an Wegrändern, auf Feldrainen, im Gemüsebeet. Die Vogelmiere enthält sehr viel Vitamin C und schmeckt nach frischen Zuckererbsen.

> Zum Rezept "Neuburger mit Vogelmiere"

GIERSCH

Auch Erdholler oder Geißfuß genannt! Bei vielen Gartenbesitzer/innen verhasst, weil er sich in seinem Wachstum nicht eindämmen lässt. Lernen Sie ihn zu lieben und verwenden Sie ihn in der Küche mit Neuburger kombiniert.

> Zum Rezept "Neuburger mit Giersch"

GUNDELREBE

Andere Namen sind noch Gundermann oder Erdefeu. Sie wächst bevorzugt auf Wiesen und an Feldrändern und hat einen sehr intensiven Geschmack. Sie eignet sich daher gut als Würzkraut!

> Zum Rezept "Neuburger mit Gundelrebe"

SCHAFGARBE

Man findet sie vorwiegend auf mageren Wiesen, an Feld- und Wegrändern. Sie schmeckt leicht bitter und regt die Verdauung an.

> Zum Rezept "Neuburger mit Schafgarbe"

WEITERE TIPPS

BRENNESSEL

Die Brennnessel wächst bevorzugt auf Schutthalden, entlang von Zäunen und Mauern, selten in einer offenen Wiese! Sie enthält viel Eisen und hilft dem Körper, dieses besser aufzunehmen. In der Küche kann man die Brennnessel wie Spinat verwenden.

GÄNSEBLÜMCHEN

Das Gänseblümchen wächst fast das ganze Jahr über auf unseren Wiesen und sieht nicht nur herrlich aus – es schmeckt auch gut und wertet jede Speise optisch auf.

TAUBNESSEL

Wächst auf Wiesen, entlang von Äckern und Wegen. Der süße Nektar in den Blüten ist ein hervorragendes Futter für Hummeln und auch Kinder lieben es, den Nektar auszusaugen!

EHRENPREIS

Auch bekannt unter dem Namen Veronica, Männertreu oder Heil aller Welt. Mit seinen kleinen, blauen Blüten fällt er einem gleich ins Auge!

LÖWENZAHN

Der Löwenzahn wächst vor allem auf fetten Wiesen. Üppige Löwenzahnwiesen weisen auf Überdüngung hin. Dort bitte nicht sammeln! Vom Löwenzahn kann man die gesamte Pflanze verwenden.

Anita Maria Eckerstorfer ist Kräuterpädagogin und beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit heimischen Kräutern. Bei Kräuterspaziergängen vermittelt sie Grundkenntnisse in der Kräuterkunde.